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Ein cooles Mädels-Wochenende in Berlin!

Alternative Berlin Streetart Tour

Ein paar freie Tage nur für uns – ohne Kinder, ohne Männer! Und wir fahren nach BERLIN! Was wir an diesem Wochenende für tolle Sachen erleben, welche coolen Menschen uns begegnen, lest Ihr hier! Und dazu natürlich alle unsere Tipps und Ratschläge, die diese Tage in der Hauptstadt so besonders gemacht haben. Wir freuen uns auf Eure Kommentare! Und was soll auf unsere Bucket List für das nächste Berlin-Wochenende?

… Guten Morgen Berlin
du kannst so hässlich sein
so dreckig und grau
Du kannst so schön schrecklich sein
deine Nächte fressen mich auf
es wird für mich wohl das Beste sein
ich geh nach Hause und schlaf mich aus
Und während ich durch die Straßen laufe
wird langsam schwarz zu blau…

So singt es Peter Fox auf seinem Album “Stadtaffe” und irgendwie hat er Recht. Wobei die Frage ist, ist Berlin „schön schrecklich“ oder „schrecklich schön“? Wahrscheinlich beides. Und wahrscheinlich verschlägt es uns genau deshalb zu einem City-Trip nach Berlin. Von Hamburg aus nur 1, 5 Std. mit dem Zug – ein Katzensprung.
Und wenn Engel reisen, spielt sogar das Wetter mit  – herrlich – ein Traum! Sonne satt – allerdings bei nicht mehr als 2-3 Grad. Brrr. Aber als hartgesottene Mütter sind wir vorbereitet. Lange Unterhosen, Winterboots, Schals – noch Fragen?

Wir haben viel vor! Als gewiefte Planungs-Maiden haben wir uns vorher getroffen, unsere Ideen zusammengeworfen, einen Orga-Plan gemacht und, wenn möglich, auch alles gleich gebucht oder reserviert.

Freitag:

  • Abfahrt mit dem ICE am Freitagmorgen
  • Ankunft in Berlin gegen 10:00 Uhr
  • Check-In im Hotel
  • 14:00 Eat-the-world-Führung durch Neukölln
  • abends eine Reservierung im “Lode & Stijn”

Samstag:

  • Frühstück im Café Bastard
  • 12:00 Uhr eine Streetart-Führung mit Workshop
  • abends irgendwo nett essen

Sonntag:

  • Frühstück im Fahrrad-Kaffee Ahorn
  • Rückfahrt nach Hamburg

Freitag

Alles klappt, der Zug ist superpünktlich, und am Hauptbahnhof Berlin erstehen wir gleich unsere beiden Tageskarten. Auf gut Glück machen wir uns in unser Hotel auf, um unser Gepäck dort zu parken. Und wir werden sogar noch freundlicher aufgenommen: Bereits 11 Uhr können wir unser Zimmer beziehen! Ich habe selten so ein nettes Personal wie in diesem Motel One Hotel (Berlin Mitte) angetroffen.

Berlin Hotel Motel One Mitte

Berlin Hotel Motel One Mitte Doppelzimmer

Berlin Hotel Motel One Mitte Bildschirm Kaminfeuer

Es knistert sogar ein fröhliches Feuer im Kamin-Fernseher, herrlich. Unser Hotel liegt direkt an der U-Bahn-Haltestelle Moritzplatz und am Ende der Oranienburger Straße, einer Meile samt Restaurants und Kneipen. Wir haben zu einer sehr guten Rate gebucht und zahlen pro Nacht 70,00 Euro im Doppelzimmer. Auf gehts zur ersten Aktion – der Eat-the-world-Tour Neukölln!

Eat-the-world-Tour Neukölln

Wir lieben Essen. Wir lieben Essen in vielen Variationen und probieren immer wieder neues aus – sei es eine Zeitlang vegan zu kochen, Kuhmilch zu vermeiden, diese leckeren portugiesischen Natas, frischen Fisch, exotische Restaurants oder die Fischbude nebenan – haaaaaaach – das ließe sich jetzt unendlich fortsetzen. NATÜRLICH haben wir uns eine Eat-the-world-Tour ausgesucht, und zwar im aufstrebenden Stadtteil Neukölln!

Unser Guide ist “Tausendsassa” Adrian Castillo, gebürtiger Mexikaner, aufgewachsen in der Schweiz und neben der Tätigkeit für Eat-the-world leidenschaftlicher Jazz-Musiker. Mit seiner Band Savoy Satellites tritt er auf und wird im November auch im Hamburger Nochtspeicher zu hören und sehen sein.

Eat the world tour berlin neukölln Adrian Castillo guide

Uns hat er auch einen ganz speziellen Tipp in Sachen Brownies verraten: Eine “Anpassung diverser Elemente”, z. B. bei einer Brownie-Backmischung einfach 1/3 des Fetts durch ausgelassenes Bacon-Fett zu ersetzen und – pssssst – das ganze mit Bourbon anzureichern…  Voilà – da haben wir die deliziösen Bourbon Bacon Brownies à la Castillo. Nichts für Vegetarier und Kinder, aber auf jeden Fall sehr besonders im Geschmack. Doch kommen wir nun zur Tour durch das ehemalige Rixdorf, sprich Neukölln. Zuerst betreten wir eine kleine feine Bäckerei, die Königliche Backstube

Eat the world tour Berlin Neukölln Koenigliche Backstube

Die Tür geht auf, und uns schlägt ein wunderbarer Duft entgegen, der augenblicklich in die dörflichen Backstuben vergangener Kindheitstage erinnert – ein kräftiger Duft nach Mehl und Sauerteig, nach ECHTEN Backwaren, die noch Zeit haben zu reifen. So ist denn auch “Slow Baking” der Leitsatz der niedlichen Backstube, die noch einen Einblick in das Bäckerhandwerk erlaubt.

Eat the world tour Berlin Neukölln Koenigliche Backstube

Eat the world tour Berlin Neukölln Koenigliche Backstube

Das fängt ja gut an – lecker! Wir wandern weiter die Straße entlang, und erspähen ein zuckersüßes kleines Café, das Zuckerbaby – Café und Deli.

Eat the world tour Berlin Neukölln Zuckerbaby

Eat the world tour Berlin Neukölln Zuckerbaby

Wir haben uns sofort verliebt. Schon in das Fenster, durch das man in dieses schnuckelige kleine Reich blickt, Wirkungsstätte von Jill und Tanya Hennicke, die hier ihren Traum wahr gemacht haben. Die beiden Schwestern kochen und backen nach ihren deutschen und amerikanischen Wurzeln und dabei kommen gar köstliche Sachen heraus, wie dieser unglaublich saftige, mundfüllende, fruchtige, herrliche kleine Gugelhupf, der uns sehr freundlich serviert wird. Andrea erinnert sich, dass Jill und Tanya sogar planen, in 2017 ein eigenes Kochbuch herauszugeben, juhu! Wir werden die Augen offen halten und sicher zu den ersten Käuferinnen gehören! Und dann wird hier bei uns darüber berichtet…

Eat the world tour Berlin Neukölln Zuckerbaby

Nach dem Gaumenschmaus bei Zuckerbaby und einem herrlichen Kaffee geht es wieder hinaus in die Kälte, und wir erleben ein herrlich bäuerliches Rixdorf, das so sicher kaum ein Tourist zu Gesicht bekommt. Direkt an der ehemaligen Schmiede auf dem Marktplatz biegen wir in einen kleinen Fußweg ein, der uns in das alte böhmische Dorf führt.

Eat the world tour Berlin Neukölln Rixdorf boehmisches Dorf

Nun geht es auf in das Neukölln von heute, vorbei an ersten Streetart-Kunstwerken, besonders schönen Schaufenstern und hin zu den nächsten Köstlichkeiten. Wir kosten Kürbissuppe, wunderbare Falafel, peanut cookies und schließlich sogar Brot mit Krautsalat und Kassler. Alles ist sehr köstlich, und jeder kleine Laden strahlt eine besondere Atmosphäre aus. Wir möchten hier aber nicht alles verraten, sondern Euch diese Tour wärmstens ans Herz legen! Es macht unglaublich Spaß, und Liebe (zu Neukölln und jedem anderen Ort) führt bekannterweise ja immer durch den Magen…

Eat the world tour Berlin Neukölln

Eat the world tour berlin neugkölln Buchladen

Eat the world tour Berlin Neukölln Prachtwerk

Eat the world tour Berlin Neukölln Os Kitchen Falafel

Nun sind wir eigentlich gut gesättigt, haben aber ein kulinarisches Highlight unseres Berlin-Besuches vor Augen. Nach dem Stöbern im Gastro-Guide “Speisekarte” des Stadtmagazins TIP haben wir uns für Lode & Stijn entschieden.

Nach der Lektüre des Gastro-Guides erwarten wir ein 5-Gänge-Menü, und zwar “keine Pinzettenküche, sondern vollmundig handwerklich angerichtete Teller”. Die Atmosphäre ist nett und locker, alle Tische besetzt; ein angenehmes Murmeln füllt den Raum – zumindest im ersten Teil des Abends.

Das schön schummrige Licht sorgt allerdings auch dafür, dass Ihr hier keine profimäßig ausgeleuchteten leckeren Bilder zu sehen bekommt – Ihr müsst uns einfach glauben, dass das Menü wirklich ausgefeilt und sehr gut zusammengestellt wird. Unser persönlicher Favorit ist eindeutig das Rindertatar mit fritierten Kapern auf hausgebackenem Sauerteigbrot, das Ihr auf dem unteren Bild rechts sehen könnt. Aaaaaaach, wie lecker…

Lode Stijn Berlin

Zitat des Abends: “Und was sind jetzt die Austern?”, dicht gefolgt von “Der arme Kerl!” – und das betrifft den armen jungen Kerl am Nebentisch, scheinbar dort mit seiner Freundin und deren Eltern. Hiermit kommen wir zum zweiten Teil des Abends, der damit beginnt, dass es an besagtem Tisch etwas lauter wird. Zuerst halten wir das noch für weinselige Laune, müssen jedoch sehr schnell feststellen, dass der Schwiegervater in spe wohl mit dem jungen Mann im Clinch liegt – schon bald erfüllt eine erboste Stimme mit so gar nicht feinen Ausdrücken das ganze Lokal. Als der so Beschimpfte irgendwann das Restaurant verlässt, springt ihm seine Freundin hinterher, die Gattin bleibt mit dem Streithahn zurück. Das betretene Schweigen verfliegt auch nicht, als die Tochter nach einer Weile zurückkehrt, um nur noch schweigend durch das Fenster auf die Straße zu starren.

Ihr glaubt nicht, wie lange uns dieser Vorfall beschäftigt hat. Als mitfühlende Frauen und Mütter spekulieren wir den ganzen Abend und auch noch den nächsten Tag, wie es – nennen wir ihn einfach mal Marc – wie es Marc wohl geht, bei wem er sich auskotzen konnte, ob es nun mit seiner Freundin in die Binsen gegangen ist, wie Frau Streithahn das schon seit 30 Jahren ertragen muss und  und so weiter und so fort. Das können echt nur Frauen.

Samstag

Für heute ist unser Berlin-Highlight geplant: Eine Graffiti- und Streetart-Tour mit Alternative Berlin. Wir werden viel auf den Beinen sein und brauchen daher unbedingt einen leckern und nahrhaften Weg in den Tag – ein Frühstück im

Café Bastard

Wir haben wir uns etwas Besonderes ausgesucht, das wir sogar zu Fuß vom Hotel aus erreichen können – das Café Bastard in der Reichenberger Straße. Bei unserer Recherche läuft uns schon Wochen vorher das Wasser im Munde zusammen, so viele verlockende Fotos stehen im Netz. Und das trügt nicht, wir sind überwältigt bis begeistert! Der supernette Service erfüllt uns jeden Wunsch, und so können wir entspannt in einen prall gefüllten Tag starten. Die hausgebackene Brioche ist ein Traum, ebenso der Pfannkuchen mit Obstsalat…

Frühstück Café Bastard Berlin Pfannkuchen

Frühstück Café Bastard Berlin

Wer schlemmen kann, kann auch viel zu Fuß gehen. Das haben wir  uns vorgenommen, und heute wird auf jeden Fall ein “Wandertag”. Vom Café Bastard aus wandern wir durch Kreuzberg in Richtung Markthalle 9, kaum verwunderlich bei unserer Lust an gutem Essen und neuen Genüssen.

Markthalle 9

Die Markthalle 9 ist vor allem für den sogenannten “Streetfood Thursday” bekannt; von Berlin aus schwappt diese Welle zu unserem großen Glück sogar bis Hamburg. Und wie schade, dass wir erst am Freitag angereist sind – wieder ein Punkt für unsere Bucket-List! Wir möchten einfach vor unserer nächsten Aktion einen Blick in die Markthalle werfen – hier unsere Eindrücke eines normalen Markttages.

Berlin Markthalle 9

Berlin Markthalle 9

Berlin Markthalle 9

Berlin Markthalle Neun Elisabeth Andrea

Berlin Markthalle 9

Berlin Markthalle 9

Wir kommen definitiv wieder, wenn wir NICHT pappsatt sind. So wird es “nur” ein äußerst leckerer Ingwer-Zitronen-Tee, der Hände und Herz wärmt, bevor wir uns in Richtung Alexanderplatz aufmachen. Dort erwartet uns ein Highlight, auf das wir SEHR gespannt sind – der “Street Art Workshop and tour” von AlternativeBerlin.

Street Art Workshop and Tour

Da wir keine klassische Stadtführung machen wollen, haben wir uns im Vorfeld nach längerer Suche für eine „Graffiti und Street Art Workshop and Tour“ durch Berlin entschieden, angeboten von AlternativeBerlin.

Als wir uns am Alexanderplatz mit dem Guide treffen sind wir mehr als überrascht, dass wir „quasi“ fast die einzigen deutschen Teilnehmer sind. Die Führung wird nur auf Englisch angeboten, da die Nachfrage „auf Deutsch viel zu gering sei”. Bei unserer Tour sind dann tatsächlich hauptsächlich Amerikaner und Engländer mit dabei, neben einem Schweizer Pärchen sind wir die einzigen deutschsprachigen Teilnehmerinnen.

Alternative Berlin Streetart Workshop und Tour

Unser Guide, ein super sympathischer Australier – Declan, 26 – lebt seit zwei Jahren in Berlin. Später erzählt er uns noch viel darüber, warum er von Berlin so begeistert ist. Unter anderem gerade weil Berlin so bunt, authentisch und dreckig ist. Natürlich auch wegen der Graffitis – nirgendwo in Europa kann man so viele unterschiedliche Stile entdecken.

Nachdem wir uns am Funkturm Alexanderplatz getroffen haben, steigen wir in die U-Bahn zum Kottbusser Tor, dem eigentlichen Start unserer Tour. Die Kottbusser Straße gilt unter Insidern als die „Graffiti-Meile“ Berlins.
Hier bekommen wir die ersten „Hintergrund-Informationen: Zwischen den Graffiti-Crews gebe es keinen „Krieg“. Im Gegensatz zu anderen Ländern betrachte man sich hier in Berlin eher als „Brüder“, man respektiere sich gegenseitig. Declan erzählt uns von waghalsigen Abseilaktionen in schwindelerregender Höhe. Jeder der Mitwirkenden, der an so einer Aktion beteiligt sei, werde im Rahmen des Graffitis erwähnt.

Was denn der Unterschied zwischen Street Art und Grafitti sei?

Der Sprayer sei “fucking selfish”, entgegen der oft politischen Aussage eines Street Art Werkes wolle der Grafitti sprayer vor allem seinen Namen (“tag”) an der nächsten Wand sehen und wissen, dass er die Welt ein bisschen verändert habe. Es gehe um Ruhm und Ehre und darum, sein „Tag“ so oft wie nur irgend möglich über die gesamte Stadt zu verteilen. In der Regel seien es junge Männer, zwischen 14 – 25 Jahren, die sich nachts, in nur 3 – 7 Minuten, an Hauswänden aller Art verewigen.

Alternative Berlin Streetart Tour

Alternative Berlin Streetart Workshop und Tour

Alternative Berlin Streetart Workshop und Tour Astronaut

Auch wenn es nicht so scheint, Street Art ist genauso illegal wie Graffiti. Allerdings überwiegt hier der Bildanteil und nicht das kunstvolle Schreiben des eigenen Namens. Aber zu viel dürfen wir hier auch nicht verraten. Nur so viel, unser Lieblings Street-Art Bild an diesem Tag ist der „Cosmonaut“ des Künstlers Victor Ash… Nach der wirklich interessanten Führung durch die Straßen Berlins besteigen wir nach einer kleinen Pause alle gemeinsam den Bus und fahren in die ehemalige Produktionshalle einer Margarine-Firma.

Alternative Berlin Streetart Workshop und Tour

Hier bekommen wir einen Crash-Kurs in Sachen „Sprayen“, Tipps und Tricks – Do´s and Dont`s.
Declan ist unglaublich geduldig mit uns allen und regelecht „all over the place“. Unsere Aufgabe – ein „stencil“ oder auch Schablonenkunst genannt – für´s Erste!
Gar nicht so einfach wie sich heraus stellt. Alleine die Geduld die man aufbringen muss die Schablone für das anschließende Graffiti zu erstellen. Puh!

Alternative Berlin Streetart Workshop und Tour

Alternative Berlin Streetart Workshop und Tour

Und so eine Dose hält sich auch nicht direkt richtig beim ersten Mal.
An den beißenden Geruch gewöhnt wir uns schnell – laute chillige Musik hält uns bei Laune, auch wenn die Finger mittlerweile fast abfrieren.

 

Alternative Berlin Streetart Workshop und Tour

Alternative Berlin Streetart Workshop und Tour

Nach 5,5 Stunden – ursprünglich waren 4 Stunden angesetzt – sind wir fertig. Fix und fertig. Nach so vielen Informationen und Eindrücken  und nach knapp 17.000 Schritten (Andreas Mobilteil lügt nicht) an der frischen Berliner Luft, sind wir nicht nur platt sondern vor allem auch sehr hungrig.

Es muss schnell gehen. Daher haben wir uns schon im Vorfeld überlegt, den Tipp unseres Tour-Führers Adrian vom Vortag auszuprobieren: „Piris Chicken Burger“. Und wie sich an der Bushaltestelle vor dem ehemaligen Magarinen-Firmengelände herausstellt, ist unser Guide auch hungrig. “Do you mind if I join?…”

Piris Chicken-Burger

Wir freuen uns über so nette Gesellschaft, und so gibt es ein Burger-Abendessen zu dritt mit Declan.
Chook Noris, (Breaded Chicken, Rote Beete, Bacon und schaaarf) plus ein Bier – und wir sind im Himmel. Hier läuft Euch doch auch das Wasser im Munde zusammen, ODER?

Berlin_Piris_Chickenburger_730

Nach unserem Deluxe Abendessen für 9 EUR (inkl. Getränk) sind wir bereit uns nun endlich final von Declan zu verabschieden und den Abend mit einem Kinofilm ausklingen zu lassen. “La La Land” soll es sein. Irgendwie passend. Alles bunt, alles völlig drüber aber „in a good way“, der Film geht ans Herz, glaubt es uns – genau wie unser Berlin Trip!

Berlin_Kino_Eiszeit_Zeughofstrasse_730

Nicht nur der Film, auch das Kino ist eine „Schau“. Das Eiszeit-Kino in Kreuzberg in der Zeughofstraße. Es strahlt totale Ruhe aus. Die Kinositze und die Empore auf der die Sitze gebaut sind – alles Pressspan. Es duftet gut nach frischem Holz. Den Rotwein im Glas darf man sogar mit in den Kinosaal nehmen, alleine das spricht schon für das Kinoerlebnis dort. Es fühlt sich ein bisschen an, wie bei Freunden zu Hause Filme auf dem Sofa zu gucken. Wir sind begeistert. Und das Beste: Der Film läuft in Originalfassung Englisch mit Untertitel.

Sonntag

Ach schade, schon wieder Sonntag, der Tag unserer Abreise. Heute schlafen wir aus und freuen uns – schon wieder – auf ein ausgesuchtes Frühstück. Das Fahrrad-Kaffee A. Horn liegt fußläufig zu unserem Hotel am Carl-Hertz-Ufer 9, so dass wir und ohne Gepäck auf einen schönen Morgenspaziergang begeben und uns auf den guten Kaffee freuen.

Fahrrad-Kaffee A. Horn

Fahrrad-Café A. Horn

Wir haben reserviert. Unser Glück. Achtung: Ohne Reservierung ein Ding der Unmöglichkeit, zumindest am Wochenende. Wie sich herausstellt, haben wir dazu noch den besten Tisch im ganzen Laden – Tisch Nr. 1! Ganz alleine vor der Küche und quasi in der Einflugschneise des Servicepersonals, was sich im Verlaufe unserer Schmauserei als echter Jackpot erweist. Die Stimmung auf Ahorn-Team-Seite ist nämlich bestens.

Fahrrad-Café A. Horn

Man foppt sich und macht Witze – und wir mittendrin statt nur dabei. Herrlich. Benno hinter der Theke und Alan mit Maria davor. Wir fühlen uns neben dem wirklich tollen Frühstück richtig zuhause und mehr als gut unterhalten. Der Kiefer schmerzt. Vor lauter Lachen!

 

Das Bananen-Brot schafft es definitiv auf unsere Bucket List für den nächsten Berlin-Besuch. Hätte noch was reingepasst, hätten wir das sicher auch noch probiert! Allein die Optik war schon herrlichst.

Fahrrad-Café A. Horn

Fahrrad-Café A. Horn

Maria, Alan, Benno – es war so nett bei Euch! Wir kommen wieder und hoffen, Euch alle anzutreffen! Wir werden definitiv Tisch 1 reservieren…!

P. S. Keine EC-Karten Zahlung möglich – frei nach dem Motto nur Bares ist Wahres. Und noch ein kleiner Tipp: Ein hier hausgemachter Bagel kann es locker mit 4 Brötchen aufnehmen…

Mit angenehm gefüllten Magen geht es Richtung Bahnhof, wo wir noch einen kleinen Zwischenstopp bei “Hans im Glück” einlegen, einem zauberhaft eingerichteten Burger-Lokal, das es auch in vielen anderen Städten gibt. In Hamburg hat der Laden leider 2016 geschlossen (Nachtrag: Und 2018 wieder eröffnet!).

Hans im Glück Berlin Innenraum

Hans im Glück Berlin

Und das war es dann schon wieder mit unseren famosen Tagen in der Hauptstadt. Und was machen Mütter, wenn sie demnächst am Bahnhof in den Zug gen Heimat steigen? Genau.

Mitbringsel kaufen

Auch wenn wir unsere Kinder in diesen Tagen ehrlicherweise einmal nicht so vermisst haben, hoffen wir doch, dass unsere Brut zumindest gemerkt hat, dass in diesen Tagen etwas anders war. Wir erstehen am Bahnhof kleine Bücher und für die Jungs zwei – identische, gaaaaanz wichtig – Schneekugeln mit dem Brandenburger Tor. Übrigens: Eine davon hat eine Woche später bereits das Zeitliche gesegnet…

Berlin Schneekugel Mitbringsel

Was für eine tolle, erlebnisreiche Zeit! Wir sind beide ganz zufrieden in unser Familienleben zurückgekehrt und feilen an unserer Bucket-List für den nächsten Berlin-Trip. Was habt Ihr für Tipps für uns? Wo sollen wir hin und worüber sollen wir schreiben? Wir freuen uns auf Eure Kommentare! Hier haben wir noch einmal alle Spots für Euch in einer Karte markiert:

Fahrrad-Kaffee A. Horn
Carl-Hertz-Ufer 9
Berlin

Motel One Berlin Mitte
Prinzenstraße 40-42
10969 Berlin

Eat-the-world-Tour Neukölln
Startpunkt am Richardplatz
Berlin Neukölln

Lode & Stijn
Lausitzer Str. 25
10999 Berlin

Café Bastard
Reichenberger Str. 122
10999 Berlin

Street-Art Workshop & Tour
AlternativeBerlin
Startpunkt am Alexanderplatz

Piri’s Chicken Burger
Wiener Straße 31
10999 Berlin

Hans im Glück
Berlin Hauptbahnhof
Europaplatz.1
10557 Berlin

Unsere Tipps für Euren Berlin-Trip

 

  • Plant Eure Tage in Berlin im Vorfeld so genau wie möglich
  • Was macht Ihr wann?
  • Kann man im Vorfeld reservieren/zahlen?
  • Sucht Euch Aktivitäten und Unterkunft in einem definierten Radius. So könnt Ihr viel zu Fuß erledigen, seht dabei jede Menge vom Quartier und könnt Eure Mahlzeiten in Schritten aufwiegen
  • Wenn Ihr mit den Öffis unterwegs seid: Wir haben mit der BVG-App (Google Play Store) / BVG App (Itunes) super Erfahrungen gemacht. Einfach das gewünschte Ziel eingeben, und die App zeigt Euch die Verbindungen der nächsten halben Stunde an.
  • Die für uns günstigste Variante waren Tagestickets AB. Mit 9 Euro pro Tag wirklich günstig, und wir kamen überall problemlos hin.
  • Sucht Euch ein Hotel mit guter U- oder S-Bahn-Anbindung.
  • Wenn die Temperaturen so sind wie bei uns im Januar: Zieht Euch bloß warm an. In Berlin pfeift es gerne durch die Häuserschluchten.

Mädels (und natürlich auch Jungs!), lasst es krachen, viel Spaß und berichtet, wie es war!

 

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